Colony 



Geeignet für Vielspieler, Strategen, Jugendgruppen, Geschichtsunterricht und fächerübergreifenden Unterricht.



ab 14 Jahren

 

 

3 bis 6 Spieler

 

 

etwa 4 Stunden


Zum Spiel

Colony führt die Spieler durch 500 Jahre Geschichte - beginnend 1492 mit Columbus´ Landung in Mittelamerika, endend heute Mittag um 12:00 Uhr. Es zählt der Ausbau der Wirtschaft mit Prospektoren und Kontoren, die Erweiterung von Bergbau und Landwirtschaft, der Aufbau der Verwaltung mit Städten und Eisenbahnen und nicht zuletzt die Aufstellung schlagkräftiger Kolonialheere. Bündnisse zwischen den europäischen Mächten sind sie meist nur von kurzer Dauer - eine schlecht befestigte Kolonie kann schnell den Besitzer wechseln.

Und nicht zuletzt gibt es auch noch die ursprünglichen Bewohner der Kolonien, die die Europäer am Liebsten aus dem Land werfen würden…

 

 

Wie wird gespielt?

Colony wird in sechs Spielphasen à 4 Runden gespielt, die zwischen 80 und 150 Jahren realer Zeit entsprechen. Zu Beginn des Spiels gibt es für die Spieler bestimmte Aktionsmöglichkeiten, Rohstoffe und Ereignisse. In jeder der folgenden Spielphasen werden diese durch neue zusätzliche Aktionsmöglichkeiten, weitere Rohstoffe und neue Ereigniskarten ergänzt, die das Spiel immer komplexer machen.

 

Die ersten beiden Spielphasen sind geprägt vom Aufbau der Kolonien, dem Anlegen von Plantagen, dem Einrichten von Minen und dem Bau von Kontoren. Ab der dritten Spielphase können Kolonialheere aufgestellt werden, die einerseits helfen, den Aufständen der Ureinwohner entgegenzutreten, andererseits Kolonialkriege ermöglichen. Der Städtebau der vierten und die Technischen Errungenschaften der fünften Phase bringen sowohl wirtschaftliche, als auch strategische Vorteile. In der letzten Spielphase – etwa im Jahr 1910 – besteht die Möglichkeit, den Kolonien die Unabhängigkeit zu gewähren. 

 

Zu Beginn jeder Spielrunde wählen die Spieler die Aktionen aus, die sie durchführen wollen, und legen die Aktionskarten verdeckt ab. Wenn alle Spieler gewählt haben wird aufgedeckt und – beginnend mit dem Startspieler – die Runde durchgeführt. Hier sind eine gute Einschätzung der Gegner und die Fähigkeit zu bluffen von Vorteil.

 

Colony hat klare Regeln, aber letztlich kann im Spiel schlicht alles verhandelt werden: zeitweise Bündnisse, Kauf und Verkauf von Rohstoffen, Mitbenutzung von Handelswegen oder Häfen - alles ist möglich. Das ist auch notwendig, denn im Gegensatz zu den ersten beiden Spielphasen, in denen der Zufall eine größere Rolle spielt, wächst die Konkurrenz im weiteren Verlauf des Spiels zunehmend.

Auch die Aufstände der Ureinwohner bekommen immer mehr Gewicht – und ihre Aufstände weiten sich, wenn man sie nicht niederschlagen kann, über Landesgrenzen hinaus aus. Es liegt in der Entscheidung der Spieler, wie sie agieren, ob rücksichtslos und aggressiv, oder kooperativ. 

 

Colony ist ein Spiel, das sich durch große Realitätsnähe auszeichnet. Zwar ist es möglich, die „Geschichte neu zu schreiben“, aber in der Regel werden die Spieler mit den Ereignissen im wirklichen Nord- und Südamerika, in Afrika und Asien umgehen müssen.

 

Colony kann mit einer veränderten Spielregel gespielt werden, die den Zufallsfaktor der ersten Spielphasen deutlich verringert.

 

 

Entwicklung

Titel: Colony
Thema: Kolonialismus
Lernziel: Vermittlung von Informationen und Systemzusammenhängen rund um das Thema Kolonialismus
Zielgruppe: Jugendliche, Schüler, Geschichtsinteressierte
Spielform: Brettspiel
Autor: Nicole Stiehl, Till Meyer
Grafik: Christine Nau

 

 

Colony ist das erste Brettspiel, das Spieltrieb veröffentlicht hat. Es ist in enger Zusammenarbeit mit drei NGOs in England, Spanien und Deutschland entwickelt und recherchiert worden. Entsprechend sind die Spielmaterialien sowohl in Deutsch, als auch in Englisch und Spanisch erhältlich. Dem Spiel liegt eine CD-Rom bei, deren Texte die Bezüge zwischen Spiel und Realität herstellen.