Spiel ums Glück?

 


Geeignet für Jugendgruppen, Schulklassen, außerschulische Bildungsarbeit.



ab 12 Jahren

 

 

3 bis 10 Spieler

 

 

etwa 60 Minuten


Zum Spiel

Was macht Menschen anfällig dafür, süchtig zu werden? Oft ist es ein schleichender Prozess – über lange Zeit begleitet von der Aussage: „Ich kann jederzeit aufhöre, wenn ich will!“ Bei Spiel ums Glück? geht es zwar in erster Linie um Spielsucht, aber auch andere Süchte werden im Spiel aufgegriffen.


Schwerpunkt des Spiels sind Fragekarten, die richtig beantwortet werden sollen. Mit einer richtigen Antwort verdient man Geld, aber relativ wenig. Die Spieler können sich aber auch dafür entscheiden, zu spielen und eventuell erheblich mehr Geld zu bekommen. Die Fragekarten sind in 9 Sätze aufgeteilt, die von den Inhalten her im weiteren Spielverlauf immer detaillierter – und auch persönlicher – werden. In diesen Fragen geht es einmal um Süchte als solches, aber auch um die Aspekte Ersatzbefriedigung, sozialer Druck und ähnliches.

 

Das Spiel ist entweder nach 45 Minuten Spieldauer vorbei – um den Einsatz in der Schule zu ermöglichen – oder wenn der Stapel der Fragekarten durchgespielt ist. Gewonnen hat, wer das meiste Geld besitzt.



Wie wird gespielt?

Spiel ums Glück? wird im Uhrzeigersinn gespielt. Der Spielleiter fragt jeden Spieler reihum, ob er sein Glück beim Würfel-Lotto versuchen (= SPIELEN), oder ob er relativ sicher Geld verdienen möchte und eine Fragekarte beantwortet (= ARBEITEN).


Spiel ums Glück? läuft in Fragerunden ab. Eine Fragerunde dauert an, solange es noch Fragekarten einer Farbe/Zahl gibt. Sobald alle Karten einer Farbe/Zahl aufgebraucht sind, endet die Fragerunde. Eine Fragerunde bedeutet also nicht unbedingt, dass jeder einmal mit dem Beantworten einer Fragekarte an der Reihe war. Wer eine Fragekarte beantwortet, bringt die Fragerunde voran, wer sich für das Glücksspiel entscheidet, tut es nicht.


Nur wer Geld hat, kann Würfel-Lotto spielen. Kredite können nicht aufgenommen werden. Hat ein Spieler kein Geld mehr, kann er durch die Fragekarten Geld verdienen.


Entscheidet sich ein Spieler, dass er ARBEITEN möchte, erhält er zuerst einmal vom Spielleiter einen Punkt Grundgehalt. Danach liest ihm der Spieleiter die oberste Fragekarte vor. Wenn diese richtig beantwortet wurde – in manchen Fällen entscheidet die ganze Gruppe über die richtige Beantwortung einer Frage – gibt der Spielleiter dem Spieler die Fragekarte und bezahlt dem Spieler das GEHALT entsprechend der Karten aus, die vor dem Spieler liegen. Ein Spieler mit 3 Karten vor sich, bekommt also 3 Punkte, ein Spieler mit 6 Karten vor sich 6 Punkte. Die Spieler behalten die von ihnen richtig beantworteten Fragekarten. Richtig beantwortete Fragen bedeuten also auch im weiteren Spielverlauf bares Geld. Wenn die Frage nicht oder nicht richtig beantwortet werden konnte, legt die Spielleitung die Karte wieder unter den Stapel.


 

Zur Entwicklung

Titel: Spiel ums Glück?
Thema: Glücksspiel, Kommunikation
Lernziel: Austausch über Spielsucht und andere Süchte
Zielgruppe: Jugendliche, junge Erwachsene
Spielform: Kartenspiel
Autor: Till Meyer, Daniel Ensslin



Spiel ums Glück? wurde der der Aktion Jugendschutz Bayern in Auftrag gegeben. Spieltrieb war bei diesem Projekt ausschließlich mit der konzeptionellen Entwicklung beauftragt. Grafische Gestaltung und Produktion wurden vom Auftraggeber übernommen.